Unsere Theory of
School Improvement
Unsere Theory of School Improvement dient als umfassender Rahmen für unsere Bildungsarbeit.
Mit unserem Bildungsansatz wollen wir vielfältige Kompetenzen bei Lernenden fördern und so zu Wohlbefinden, Flexibilität, Resilienz und Prosozialität beitragen. Unsere Theory of School Improvement (i.S. einer Theory of Change bzw. eines Wirkungsmodells) dient dazu, die Elemente dieser Bildungsarbeit im gegebenen Kontext der Bildungssysteme zu organisieren und auf diese Ziele auszurichten.
Historische und moderne soziokulturelle Faktoren – wie die fachliche Struktur der Lehrpläne, Probleme mit Lehrplanüberfrachtung, geringe Autonomie von Lehrenden und Lernenden und ein Fokus auf standardisierte Tests – tragen dazu bei, dass es für Lehrkräfte schwierig ist, menschliches Verhalten fächerübergreifend und für die Entwicklung von Kompetenzen zu thematisieren. Menschliches Verhalten scheint „überall und nirgendwo“ im Lehrplan zu stehen. Im Biologie-, Wirtschafts-, Geschichts-, Sprach- und Ethikunterricht lernen Schüler:innen möglicherweise unzusammenhängende, vielleicht sogar grundlegend widersprüchliche Dinge über Menschen.
Wenn es darum geht, Menschen zu verstehen, möchten wir Lehrenden und Lernenden helfen, den „Wald vor lauter Bäumen” zu sehen – um in der Lage zu sein, disziplinäre Perspektiven kritisch zu verbinden und zu einem kohärenten und hilfreichen Gesamtbild zusammenzutragen und gleichzeitig Pluralität, Meinungsverschiedenheiten und Unsicherheit zuzulassen.
Daher streben wir die strategische Entwicklung von Bildungsmaterialien sowie von fächerübergreifenden Lehreraus- und weiterbildungsmöglichkeiten an, um Lehrenden dabei zu helfen, ihr fachdidaktisches Wissen zu entwickeln, um menschliches Verhalten in verschiedenen Fächern und Klassenstufen zu thematisieren.
Durch die Entwicklung dieser Kompetenzen können Lehrende ihren Lernenden ermöglichen, ihr konzeptuelles Verständnis über menschliches Verhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln und dieses Verständnis in ihrem eigenen Leben sowie zur Verbesserung ihrer Schulkultur und Gesellschaft anzuwenden.
Das Zusammenspiel dieser fachlichen und angewandten Lernbereiche kann wiederum das konzeptuelle Verständnis von Lernenden über menschliches Verhalten sowie ihre Fähigkeiten zur adaptiven Flexibilität weiter stärken. Diese sehen wir als als wichtige Grundlagen für die metakognitive Entwicklung von Kompetenzen an.
Um dies zu erreichen, entwickelt das OpenEvo-Projekt Werkzeuge, Materialien, Methoden und Infrastruktur für die kollaborative und vernetzte Entwicklung und Bewertung von Bildungsinnovationen.
In unserem Educational Design Lab liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung von innovativen Bildungsmaterialien, Curricula und Leitfäden zur Unterrichtsgestaltung, um menschliches Verhalten in verschiedenen Fächern und Klassenstufen zu thematisieren.
In unserem Community Science Lab liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Werkzeugen, Materialien und Infrastruktur, um es Lernenden zu ermöglichen, ihre eigenen Gemeinschaften mithilfe der Konzepte und Methoden der Verhaltenswissenschaften zu untersuchen und zu verbessern.